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Backup

Ein Backup ist die einzige Absicherung gegen Datenverlust — durch Hardware-Fehler, versehentliches Löschen, Ransomware oder fehlerhafte Updates. Die Grundregel: Ein Backup, das nicht regelmäßig getestet wird, ist kein Backup.

Die bewährteste Faustregel für Backup-Strategien:

3 Kopien der Daten
├── 2 auf unterschiedlichen Medien/Systemen
└── 1 außerhalb des eigenen Standorts (offsite)

Beispiel:

  • Original: Produktionssystem
  • Kopie 1: Backup-Festplatte am gleichen Server
  • Kopie 2: NAS im Netzwerk oder Cloud-Speicher (offsite)
Typ Beschreibung Vorteil Nachteil
Vollbackup Alle Daten werden kopiert Einfach, schnell wiederherstellbar Viel Speicher, dauert lang
Inkrementell Nur Änderungen seit letztem Backup Schnell, wenig Speicher Wiederherstellung aufwendig
Differenziell Alle Änderungen seit letztem Vollbackup Kompromiss Wächst mit der Zeit
Snapshot Konsistenter Zustand zu einem Zeitpunkt Schnell (CoW) Plattformabhängig
Werkzeug Stärken Typischer Einsatz
rsync Effiziente Synchronisation, inkrementell Datei-Backups, Server-Sync
tar Archivierung, komprimiert, portabel Einzel-Snapshots, Transfer
BorgBackup Deduplizierung, Verschlüsselung, Effizienz Server-Backups, NAS
restic Verschlüsselung, Cloud-Support Laptop, Cloud-Backups

rsync

Synchronisation von Verzeichnissen lokal und über SSH

tar

Klassische Archivierung mit Komprimierung

BorgBackup

Deduplizierendes, verschlüsseltes Backup-System

Nicht alle Daten sind gleich wichtig. Priorisierung hilft:

Kritisch (immer sichern):

  • Konfigurationsdateien: /etc/
  • Benutzerdaten: /home/
  • Datenbanken: separat sichern (konsistenter Dump)
  • SSL-Zertifikate, SSH-Keys

Nicht notwendig (rekonstruierbar):

  • Installierte Software — kann neu installiert werden
  • /tmp/, /var/cache/, /proc/, /sys/
  • System-Binaries (aus Paketen rekonstruierbar)