Entfernte Anmeldung (SSH)
Die entfernte Anmeldung (Remote Login) ermöglicht den Zugriff auf ein Linux-System über das Netzwerk – ohne physischen Zugang zum Gerät. Der Standard dafür ist SSH (Secure Shell): eine verschlüsselte Verbindung, über die eine vollständige Shell-Sitzung auf dem Zielrechner geöffnet wird.
Grundlegende Verbindung
Abschnitt betitelt „Grundlegende Verbindung“ssh benutzername@hostnamehostname kann eine IP-Adresse oder ein DNS-Name sein:
# Mit IP-Adressessh alice@192.168.1.42
# Mit Hostnamenssh alice@server.beispiel.de
# Wenn Benutzername lokal und remote identisch sind, kann er entfallenssh server.beispiel.deNach dem Verbindungsaufbau erscheint – nach Eingabe des Passworts – der gewohnte Shell-Prompt auf dem entfernten System.
Voraussetzungen
Abschnitt betitelt „Voraussetzungen“Damit eine SSH-Verbindung funktioniert, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:
- Auf dem Zielrechner muss der SSH-Dienst laufen (
sshd) - Der Port 22 (Standard-SSH-Port) muss in der Firewall erreichbar sein
Den Status des SSH-Dienstes prüft man auf dem Zielrechner mit:
systemctl status sshSchlüsselbasierte Authentifizierung
Abschnitt betitelt „Schlüsselbasierte Authentifizierung“Statt eines Passworts kann SSH mit einem Schlüsselpaar (Public/Private Key) authentifizieren. Das ist sowohl sicherer als auch komfortabler – kein Passwort-Eingabe bei jedem Login.
# Ed25519-Schlüssel erstellen (empfohlen)ssh-keygen -t ed25519 -C "alice@meinrechner"
# Speicherort und optionale Passphrase bestätigen/eingeben# Ergebnis: ~/.ssh/id_ed25519 (privat) und ~/.ssh/id_ed25519.pub (öffentlich)# Öffentlichen Schlüssel auf den Zielrechner kopierenssh-copy-id alice@server.beispiel.de
# Alternativ manuell: Inhalt von ~/.ssh/id_ed25519.pub# an ~/.ssh/authorized_keys auf dem Zielrechner anhängen# Ab jetzt kein Passwort mehr nötigssh alice@server.beispiel.deSicherheitshinweise
Abschnitt betitelt „Sicherheitshinweise“Weitere empfohlene Härtungsmaßnahmen für den SSH-Dienst (Thema Administration):
- Passwort-Authentifizierung deaktivieren (nur Schlüssel erlauben)
- Standard-Port 22 auf einen anderen Port verlegen
- Fail2ban installieren, um Brute-Force-Angriffe zu blockieren